Ultraschalluntersuchung der peripheren Gefäße (Farbkodierte Duplexsonographie).

Thrombose und postthrombotisches Syndrom (PTS)

Wird eine tiefe Vene durch spontan entstandene Blutgerinnsel verstopft, spricht man von einer tiefen Venenthrombose (TVT). Durch die verhinderten Abfluss kommt es zur schmerzhaften Schwellung des betroffenen Körperteils. Bleibt die Verstopfung lange bestehen, kann es zu dauerhaften Beschwerden kommen (postthrombotisches Syndrom).

Das Gefäßzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist besonders auf die Behandlung dieser schwerwiegenden Erkrankungen spezialisiert.

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Tiefe Venenthrombose und postthrombotisches Syndrom

Sind tiefe Venen durch ein Blutgerinnsel verstopft, so spricht man von einer Thrombose. Durch diese Verstopfung kann das Blut aus den Gliedmaßen nicht mehr zu Herz und Lunge abtransportiert werden. Die Folge ist eine schmerzhafte Schwellung der betroffenen Gliedmaße. Zudem kann es zu einer Verschleppung dieser Gerinnsel kommen, die Lungengefäße verstopfen können (Lungenembolie).

In einigen Fällen verbleiben die Gerinnsel in den betroffenen Venen und führen zu einer dauerhaften und ausgeprägten Verstopfung. Dies kann dauerhafte Beschwerden zur Folge haben. In einem solchen Fall spricht man vom postthrombotischen Syndrom.

Behandlung der Thrombose und des PTS

Aktuell wird es empfohlen, die Blutgerinnung medikamentös zu dämpfen (umgangssprachlich "Blutverdünnung"). Zudem werden Kompressionsverbände oder -strümpfe angelegt. Die meisten Thrombosen lassen sich so kontrollieren. Das gilt vor allem für weniger ausgeprägte Thrombosen.

Es kann allerdings nötig werden, die Blutgerinnsel aufzulösen. Den Spezialisten des Gefäßzentrums stehen hierzu alle Methoden der modernen Thrombosetherapie zur Verfügung:

  1. Thrombolyse. Hier wird ein Katheter minimalinvasiv in das betroffene Gefäß eingelegt. Über diesen Katheter wird ein Blutgerinnsel auflösendes Medikament verabreicht. Zusätzlich können Ultraschallwellen eingesetzt werden, um die Blutgerinnsel zu lösen.
  2. Thrombektomie. Dies beschreibt die Entfernung des Blutgerinnsels entweder mit Hilfe eines speziellen Absaugkatheters oder im Rahmen einer Operation.

Zusätzlich kann seit wenigen Jahren auch das postthrombotische Syndrom behandelt werden. Diese sehr spezielle Operation dient der Wiedereröffnung der verschlossenen Venen, auch Jahre nach dem ursprünglichen Auftreten der Thrombose. Unsere Gefäßspezialistinnen und Gefäßspezialisten setzen hierzu Ballonkatheter und Stents zum Wiedereröffnen ein.