Von Aortenaneurysma über Halsschlagader bis pAVK: die Leistungen des Gefäßzentrums

Das Gefäßzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist spezialisiert auf Gefäßchirurgie, also der Behandlung

  • der Arterien (Schlagadern) und
  • der Venen (Blutadern).

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Gründe für Gefäßerkrankungen

Gefäßerkrankungen können alle Endorgane betreffen. Sie sind sehr häufig auf Risikofaktoren wie

  • erhöhte Blutfette,
  • Bluthochdruck,
  • Zuckerkrankheit oder
  • Zigarettenrauch

zurückzuführen.

Eine Reduktion dieser Risikofaktoren durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten stellt also den ersten Therapieschritt dar.

Des Weiteren gilt eine gezielte Verordnung von Medikamenten als Basisbehandlung von Gefäßerkrankungen. Hinzu kommt ein strukturiertes Gehtraining. Diese Schritte sind notwendig, um einem weiteren Progress der zumeist atherosklerotischen Grunderkrankung vorzubeugen (Sekundär-/Tertiär-Prävention).

Operationen am Gefäßsystem

Die Gefäßchirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von Erkrankungen

  • der Arterien (Schlagadern) und
  • der Venen (Blutadern).

Wenn operative Eingriffe am Gefäßsystem unumgänglich sind, legen die Gefäßspezialistinnen und -spezialisten des Gefäßzentrums den Fokus auf mininalinvasive Gefäßoperationen.

Minimalinvasive Gefäß-OPs

Die Vorteile der minimalinvasiven Verfahren sind

  • geringes operatives Trauma,
  • geringer Blutverlust, und
  • ein kurzer Krankenhausaufenthalt.

Denn ein minimalinvasiven Eingriffes zeichnet sich dadurch aus, dass das erkrankte Gefäß über eine Punktion endoluminal, also innerhalb des Gefäßes, behandelt wird. Der Behandlungsablauf wird durch Röntgenstrahlung kontrolliert.  

Mittlerweile können beinahe alle Gefäß-OPs mit dieser schonenden Methode durchgeführt werden – sowohl am artiellen als auch am venösen Gefäßsystem.

Minimalinvasive Eingriffe helfen, Gefäßverschlüsse wieder durchgängig und zum Beispiel durch Einsetzen von Gefäßsstützen (Stents) offen zu halten.

Von Aortenaneurysma über Halsschlagader bis Schaufensterkrankheit (pAVK): die Leistungen des Gefäßzentrums Berlin

Besondere Schwerpunkte des Gefäßzentrums der Charité liegen in der

  • Chirurgie der Halsschlagader (Arteria carotis) zur Behandlung und Vorbeugung des Hirnschlaganfalls, in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie ("Stroke Unit"),
  • Shuntchirurgie zur Herstellung einer arteriovenösen Kurzschlussverbindung zur Vorbereitung auf eine Dauerdialyse bei Nierenerkrankungen,
  • Bypasschirurgie und Gefäßwiedereröffnung bei Verengung der Blutgefäße an Armen oder Beinen, etwa bei der Schaufensterkrankheit (Claudicatio),
  • Operationen bei krankhafter Aussackung der Bauchschlagader (Bauchaorten-Aneurysma) und im Notfall bei Gefäßzerreißung (Ruptur),
  • Chirurgie von Krampfadererkrankungen (Varizen).

Details zu den gefäßchirurgischen Operationen wie Aortenaneurysma